Login      
Coronavirus INFOPORTAL
Das Bürgertelefon des Landkreises Wittmund
ist unter der Nummer:

04462/86 7000

erreichbar.

Aktuelle Informationen unter http://corona.landkreis-wittmund.de/
Corona - Update 06.05.2020

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger,

jeden Tag gibt es neue Meldungen, welche Lockerungen es während der Corona-Pandemie gibt.

Innerhalb weniger Wochen wurde u. a. in den behördlichen Verordnungen von Bund und Land über den Lockdown in unserer heimischen Wirtschaft, der Einstellung des Betriebes in Kindertagesstätten und Schulen, über das Verbot von Wohnmobilen auf öffentlichen Plätzen bis hin zur Zulassung von Dauercampern in Regelmäßigkeit alles neu verfügt.

Dies hat zur Verunsicherung in der Bevölkerung und insbesondere auch in den betroffenen Berufsgruppen geführt.

Wir brauchen deshalb jetzt in der nächsten Zeit klare Vorgaben und auch Perspektiven, wie wir konkret in unseren Betrieben, in Schulen, in Kindertagesstätten, im Einzelhandel und Tourismus damit umgehen sollen.

Bei allen berechtigten Existenzsorgen, darf es jetzt keinen weiteren politischen Überbietungswettbewerb zwischen den Bundesländern geben. Dies hilft nachhaltig keinem Unternehmen vor Ort und auch nicht den Menschen, die weiterhin Angst haben, sich zu infizieren.

Ein weiterer zweiter Lockdown würde uns noch härter treffen. Viele Unternehmen würden das nicht mehr bewältigen können und Arbeitsplätze gingen verloren.

Bund und Länder haben sich heute auf weitreichende Lockerungen in der Corona-Krise geeinigt.

Allerdings werden die Maßnahmen in Umsetzung dieser Absprachen unterschiedlich in den Länder gehandhabt. So hat die Stadt Wittmund keinen Einfluss auf Verordnungen des Landes Niedersachsen sowie deren Umsetzung.

Durch die Disziplin unserer Bürgerinnen und Bürger und der Wittmunder Unternehmen sowie der Akteure in Schulen und Kindertagesstätten, im Krankenhaus, bei der Polizei und im Einzelhandel können wir dennoch heute einen gemeinsamen Erfolg vorweisen, der Lockerungen zulässt. Ein Dank geht auch an die Ratsmitglieder der Stadt, die als großer Rückhalt parteiübergreifend geholfen haben, auch während der Pandemielage unbürokratisch die Funktionsfähigkeit der politischen Gemeinde in Wittmund zu erhalten.

Diese gleiche Disziplin und Klarheit wünsche ich mir auch in der Politik von Bund und Land.

Das Land Niedersachsen hat einen Fünf-Stufen-Plan präsentiert und am Dienstag seine geänderte Corona-Verordnung verkündet. Sie ist am Mittwoch in Kraft getreten.

Folgende Regelungen sind für uns aktuell besonders wichtig:

- Die Kontaktbeschränkungen sollen bis 5. Juni 2020 verlängert werden. Künftig sollen sich auch Angehörige von zwei kompletten Haushalten treffen können - bislang dürfen sich nur zwei einzelne Personen aus unterschiedlichen Haushalten näherkommen.

- Krankenhäuser sollen wieder planbare Leistungen vornehmen dürfen - unter bestimmten Auflagen:

Nach wie vor müssen die Häuser 20 Prozent ihrer Kapazitäten auf Normalstationen für Coronavirus-Patienten vorhalten, außerdem 25 Prozent ihrer Kapazitäten im intensivmedizinischen Bereich. Zugleich müssen sie die übrige Bettenbelegung so steuern, dass innerhalb von 72 Stunden weitere 20 Prozent der Betten freigemacht werden könnten.

- Vereinbart wurde, dass alle Schulkinder möglichst vor den Sommerferien noch mindestens einmal in die Schule gehen können.

- Spätestens ab dem 11. Mai soll die Kinderbetreuung stufenweise in allen Bundesländern erweitert werden. Bis zu den Sommerferien soll jedes Vorschulkind noch einmal die Kita besuchen können.

- Änderungen gibt es zudem bei der privaten Kindernotbetreuung: Gruppen von bis zu fünf Kindern sind hier erlaubt. Die Zusammensetzung der Gruppe und der Ort der Betreuung müssen gleich bleiben. Die Kinder dürfen außerdem aus höchstens drei verschiedenen Haushalten kommen. Draußen können Kinder auch wieder auf Spielplätzen spielen, wenn sie Abstand zu Personen aus anderen Familien halten.

- Nach fast zwei Monaten Kontaktbeschränkungen sollen Pflegebedürftige in Heimen und Menschen in anderen Einrichtungen wieder Besuch bekommen dürfen. Bei den Bund-Länder-Beratungen sei beschlossen worden, dass zu jeder Person in einem Heim oder einer Behinderteneinrichtung wieder eine feste Kontaktperson Zugang haben soll, sagte Bundeskanzlerin Merkel.

- Ab 11. Mai 2020 dürfen in Niedersachsen Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten wieder öffnen - mit 50 Prozent ihrer Platz-Kapazitäten. Außerdem müssen Gäste vorher reservieren und ihre Kontaktdaten hinterlegen.

- Die Verkaufsflächen-Beschränkungen im Einzelhandel fallen weg. Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen. Die bisherige Beschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern werde aufgehoben. Einen Zeitpunkt wurde noch nicht bekannt gegeben.

- Touristen dürfen wieder nach Niedersachsen kommen - zunächst jedoch nur in Ferienwohnungen oder Häuser und wenn sie mindestens eine Woche lang bleiben.

- Tagesmütter und -väter sollen ab dem 11. Mai 2020 wieder in den Regelbetrieb mit fünf Kindern zurückkehren können.

-Künftig wieder aufmachen können Museen, Galerien, Ausstellungen, Gedenkstätten und Tierparks. Die Zahl der Besucher ist aber begrenzt. In geschlossenen Räumen sollen pro Person zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen, außerdem sollen Mund und Nase bedeckt werden.

- Camping ist für Dauercamper möglich oder wenn eine Parzelle für eine ganze Saison vermietet ist. Hier ist auch unsere Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH dabei, die geforderten Abstands- und Hygienevoraussetzungen zu schaffen.

Voraussetzung für die Dauercamper ist, dass sie in ihrem Wohnwagen eine eigene Toilette, eine Waschgelegenheit und eine Küche haben. Denn die Campingplatz-Toiletten und Duschhäuser bleiben noch geschlossen. Ab kommendem Montag sollen die Campingplätze im ganzen Land wieder für alle Gäste öffnen. Auch Urlaub in Ferienwohnungen soll dann wieder erlaubt sein. Hotels, Pensionen und Jugendherbergen sollen ab dem 25. Mai wieder öffnen - jedoch dürfen sie nur maximal zu 50 Prozent ausgelastet sein. Grillabende mit den Nachbarn oder andere Zusammenkünfte sind allerdings verboten, denn die Kontaktbeschränkungen gelten auch weiterhin.

- Zweitwohnungen dürfen ebenfalls wieder genutzt werden. Diese Regeln gelten auch auf den Inseln.

- Mehr Möglichkeiten gibt es auch im Sport. Kontaktloser Sport im Freien ist zulässig, bei der Ausübung des Sports sind zwei Meter Abstand Pflicht. Ansonsten gilt auf den Anlagen 1,5 Meter Mindestabstand. Umkleideräume und Duschen dürfen allerdings weiterhin nicht genutzt werden.

-Prüfungen an Volkshochschulen sind wieder zulässig, wenn Abstandsregelungen eingehalten werden und die Prüflinge einverstanden sind, dass ihre Kontaktdaten dokumentiert werden. So sollen im Fall einer Ansteckung Kontakte zurückverfolgt werden können.

- Für Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte und Feiern gelten ebenfalls Hygiene- und Abstands-Vorschriften.

- Die schwarz-rote Landesregierung hat darin weitere Lockerungen unter anderem für die Gastronomie, den Handel und den Tourismus in Aussicht gestellt. Unter anderem sollen Anfang kommender Woche die Beschränkungen zu den Verkaufsflächen fallen. Lokale sollen, wenn auch eingeschränkt, wieder öffnen können. Von Montag an sollen Restaurants, Gaststätten, Cafés und Biergärten wieder Gäste bedienen dürfen - mit maximal 50 Prozent Auslastung.

- Spielplätze dürfen wieder genutzt werden. Tierparks, Museen und Outdoor-Sportanlagen öffnen.

- Physiotherapie, Ergotherapie, Osteopathie und ähnliche medizinische Fachbehandlungen können jetzt auch wieder wahrgenommen werden, wenn sie nicht von einem Arzt als unaufschiebbar eingestuft worden sind.

Dies alles muss jetzt in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden, für viele Menschen wieder ein enorme Herausforderung.

Wir schaffen auch diese Phase gemeinsam.
Wir sind Wittmund !!

Ihr/Euer
Rolf Claußen

Corona-Krise - Was für uns in Wittmund jetzt wichtig ist Stand 30.04.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Corona-Krise fordert uns allen eine enorme Anstrengung ab. Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen, in Schulen und Kindertageseinrichtungen, in touristischen Betrieben, im Handel, bei der Polizei, im Krankenhaus sowie in den Pflegeheimen und viele andere mehr. Alle sind von den aktuellen Maßnahmen betroffen und müssen in der Praxis damit je nach Berufsgruppe individuell umgehen.

Wichtig ist in dieser Zeit ist vor allem eine hohe Flexibilität. Denn fast täglich ändern sich je nach Infektionslage und Stufenplänen auch die Verfügungen und Verordnungen sowie behördliche Anforderungen.

Gerade heute es gibt einige weitere, kleinere Lockerungen der bundesweit geltenden Maßnahmen.

Bund und Länder einigten sich in einer Video-Konferenz am heutigen Donnerstagnachmittag auf folgende wesentliche Punkte. Diese sind auch für uns in Wittmund wichtig:

- Die bisher bis zum 3. Mai geltenden Kontaktbeschränkungen werden vorerst bis zum 10. Mai verlängert. Bis dahin sollen die Auswirkungen der jüngsten Lockerungen - insbesondere der Öffnungen im Handel - in den Infektionszahlen sichtbar sein können.

- Unter anderem soll dann auch über das weitere Vorgehen bei Kindertagesstätten und Schulen beraten werden.

- Kinder dürfen ab 06. Mai 2020 wieder auf die Spielplätze.

- Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können wieder öffnen. Bundesweit öffnen dürfen in den nächsten Tagen und Wochen auch wieder Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten - auch sie allerdings nur unter Auflagen. So sei besonders bei kleinen und historischen Gebäuden die Voraussetzung, dass Auflagen zur Hygiene sowie die Einhaltung des nötigen Abstands räumlich und personell umgesetzt werden könnten. Dies betrifft unter anderem auch unsere Museen wie das Heimatmuseum Peldemühle und das Flieger- und Zeppelinmuseum in Wittmund sowie das Deutsche Sielhafenmuseum in Carolinensiel. Die genaue Umsetzung müssen noch durch Landesverordnung ausgestaltet werden. Danach müssen unsere Museeumsleitungen entscheiden, ob und wie sie wieder öffnen können.

- Die Politik in Bund und Land arbeitet weiter an einem Konzept zur schrittweisen Öffnung der Schulen und der Ausweitung der Kinderbetreuung.

- Gottesdienste dürfen wieder stattfinden. Eine entsprechende Vereinbarung hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch mit den Religionsgemeinschaften getroffen. Auch die Erlaubnis, wieder Gottesdienste und Gebetsversammlungen zuzulassen, ist an die Einhaltung der Hygiene- und Kontaktbeschränkungen sowie eine Beschränkung der Teilnehmerzahl gekoppelt. In Niedersachsen etwa werden pro Gottesdienst-Besucher mindestens zehn Quadratmeter angesetzt. Die Plätze sollten möglichst markiert oder die Bestuhlung ausgedünnt werden.

- Für alle Lockerungen gilt: Die strengen Hygiene- und Kontaktregeln müssen eingehalten werden. Einen einheitlichen Zeitpunkt für die Öffnungen gibt es nicht, die Länder werden das unterschiedlich handhaben.

- Eine größere Diskussion über mögliche weitere Öffnungsschritte soll es bei der nächsten Schalte zwischen Bund und Länder am kommenden Mittwoch (06. Mai 2020) geben. Bis dahin sollen die Auswirkungen der jüngsten Lockerungen - insbesondere der Öffnungen im Handel - in den Infektionszahlen sichtbar sein können. Unter anderem soll dann auch über das weitere Vorgehen in Kindertagesstätten und Schulen beraten werden.

- Unser Ministerpräsident Stephan Weil hat dazu heute weiter erklärt, dass die Länder unterschiedlich stark von der Infektion betroffen seien. Entsprechend halte er es für vertretbar, wenn im Detail in einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandelt werde. Eine gemeinsame Linie müsse es aber dennoch geben.

Wir werden sehen, inwieweit hier das Land Niedersachsen die Infektionslage auch in Wittmund dann bewertet.

Wir können das. Wir sind Wittmund !!!

Ich wünsche allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen angenehmen Feiertag und einen guten und gesunden Start in den Mai 2020.

Ihr/Euer
Rolf Claußen

W T M – Wir Tragen Mundschutz! Stand: 23.04.2020

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Niedersachsen führt nun doch die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes (Schutzmaske) ein.

Damit sind wir auch in Wittmund in der Verpflichtung einen Nasen- und Mundschutz zu tragen.

Hier sind die mir zurzeit bekannten Informationen dazu:

- Die Pflicht zum Tragen einer Schutzmaske gilt ab Montag, 27.04.2020 und zunächst im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (auch Schulbusverkehr) und im Einzelhandel.

- Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr sowie Menschen mit Erkrankungen, die das Tragen einer Maske nicht erlauben. Konkret nannte das Nds. Gesundheitsministerium hier Herz-Kreislauferkrankungen.

- Für die Mund-Nase-Bedeckung verlangt die Landesregierung ausdrücklich keine professionellen Atemschutzmasken, diese seien medizinischem Personal vorbehalten.

- Auch ein Schal oder ein Tuch gelten als Alltagsmaske. Die Nds. Gesundheitsministerin Reimann hat dazu klargestellt, dass sich niemand Sorgen machen muss, wenn er es bis Montag nicht schafft, noch eine Alltagsmaske zu kaufen oder zu nähen.

- Zur Dauer der Maskenpflicht legte sich das Nds. Gesundheitsministerium nicht genau fest. Es geht davon aus, dass diese Verpflichtung über "viele Wochen und Monate“ gelte.

Für die Schulen gilt:

- Die Landesregierung gibt Niedersachsens Schulen keine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer im Unterricht vor. In den Schulpausen könne zwar ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, dieser müsse aber selbst mitgebracht werden und werde nicht von der Schule gestellt.

Dies ist Teil eines „ Niedersächsischen Rahmen-Hygieneplans Corona Schule“.

Danach gilt u.a.

- Mindestens 1,50 m Abstand zu Personen halten.

- Keine Berührungen, Umarmungen, Bussi-Bussi, Ghetto-Faust und kein Händeschütteln.

- Gegenstände wie z. B. Trinkbecher, persönliche Arbeitsmaterialien, Stifte sollen nicht mit anderen Personen geteilt werden.

Damit hat die Nds. Landesregierung nun Klarheit hinsichtlich der Schutzmaskenpflicht geschaffen. Von Normalität in unserer Stadt Wittmund sind wir noch weit entfernt.

Auch unsere Schulen stehen vor einer anspruchsvollen Aufgabe. Klassen werden in kleinere Gruppen unterteilt, die sich tage- oder wochenweise abwechseln. Eine Kombination aus Präsenz- und Heimunterricht ist geplant - und damit ein Schulalltag, der mit dem gewohnten Schulunterricht vor der Infektionslage nicht zu vergleichen ist.

Wir können das.

W T M - Wir Tragen Mundschutz.

Wir sind Wittmund !!!

Ihr/Euer
Rolf Claußen

Worte des Bürgermeisters - 15.04.2020

Kampf gegen das Corona-Virus, wie geht es auch für uns in Wittmund weiter

Heute haben sich die Bundesregierung und die Länder auf weitere Schritte in der Corona-Krise verständigt.

Bundeskanzlerin Merkel lobte einen "zerbrechlichen Zwischenerfolg" im Kampf gegen das Virus.

Das sind die angekündigten Schritte:

- Die seit Wochen geltenden Kontaktbeschränkungen werden grundsätzlich bis mindestens 3. Mai 2020 verlängert.

- Kleinere Einzelhandelsgeschäfte sollen von Montag an unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sollen unter Auflagen von Montag an wieder öffnen dürfen. Dies gilt - unabhängig von der Verkaufsfläche - auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen, wie die Nachrichtenagentur dpa meldet. Die Geschäfte sollen demnach Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen beachten.

- Friseure können ab dem 4. Mai 2020 wieder öffnen - unter Auflagen und unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung.

Konkretere Regelungen für den Einzelhandel können noch durch das Land Niedersachsen getroffen werden.

- Der Neustart der Schulen soll schrittweise ab dem 4. Mai 2020 erfolgen. Der Schulbetrieb in Deutschland soll am 4. Mai 2020 wieder aufgenommen werden dürfen - beginnend mit den Abschlussklassen, also den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen. Grundschulen bleiben vorerst geschlossen, ausgenommen sind die vierten Klassen an den Grundschulen. Anstehende Prüfungen sind bereits vor dem 4. Mai 2020 möglich. Vor einem Neustart der Schulen sollen Konzepte für den Unterricht, die Pausen und die Schulbusse erarbeitet werden.

- Die Kindertagesstätten bleiben weiterhin zu.

- Großveranstaltungen sollen bundesweit bis zum 31. August 2020 abgesagt werden.

- Restaurants und Cafés bleiben vorerst geschlossen. Das gilt auch für Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen sowie Theater, Opern und Konzerthäuser.

- Auch in Kirchen, Moscheen, Synagogen oder Örtlichkeiten anderer Glaubensgemeinschaften sollen vorerst keine religiösen Feierlichkeiten und Veranstaltungen stattfinden. Es bleibt auch bei der Regelung, dass Sportanlagen, Fittness-Studios, Schwimmbäder und Spielplätze gesperrt sind.

- Fürs Erste gibt keine Mundschutz-Pflicht. Es wird aber "dringend" empfohlen, in Bussen und Bahnen sowie in Geschäften eine Alltags-Maske zu tragen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern in der Öffentlichkeit gilt weiterhin, Verstöße werden geahndet.

Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, genaues Verfahren in Schulen, müssen noch vom Land Niedersachsen getroffen werden.

Ministerpräsident Weil hat soeben in einer Pressekonferenz deutlich gemacht, dass uns die Krise sehr beansprucht. Das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger habe zu einem Zwischenerfolg bei den aktuellen Infektionszahlen geführt. Das bisherige Vorgehen gebe uns aber nicht die Sicherheit, dass dies auch so bleibe.

Die Maßnahmen seien keine einsamen politischen Entscheidungen, sondern müssten auch weiterhin von den Bürgerinnen und Bürgern mitgetragen werden.

Diesem Appell kann ich mich nur anschließen. Der von uns auch in der Stadt und dem Landkreis Wittmund erzielte Zwischenerfolg, darf nicht wieder gefährdet werden.

Ich bin zumindest in Teilen erleichtert, dass wir durch die bisherigen Maßnahmen und unser Verhalten das Virus weiter eindämmen konnten und jetzt durch die Lockerungen im gesellschaftlichen Leben in kleinen vorsichtigen Schritten zum normalen Leben zurückkehren können.

Wir Wittmunder können das. Wir sind Wittmund.

Ihr/Euer
Rolf Claußen

Worte des Bürgermeisters - 08.04.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

heute hat das Nds. Gesundheitsministerium erkllärt, dass der Anstieg der registrierten Covid-19-Fälle sich leicht abflacht, Erreicht worden sei damit aber noch nicht, dass die Kurve kippt. Es kann auch gerade zu Ostern keine Entwarnung gegeben werden. Gerade zu den Osterfeiertagen wird uns das bestehende Kontaktverbot noch schwerer fallen als sonst, weil wir lieb gewonnene Tradiotionen wie Osterfeuer oder Bekanntenbesuche nicht genießen dürfen.

Auch werden sich keine Gäste in unserer vom Tourismuns geprägten Region an der Nordseeküste aufhalten. So hat am heutigen Tage das Verwaltungsgericht Oldenburg aufgrund von Eilanträgen entschieden, dass der Wunsch des Wohnmobilisten auf freies Reisen in Deutschland und insbesonderer Parken seines Wohnmobiles auch in den Landkreisen Aurich und Wittmund nicht so schwer zu gewichten ist wie die Absicht der beiden Landkreise, die Bürger vor einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus zu schützen und die intensivmedizinische Versorgung weiterhin zu gewährleisten. Der Wohnmobilist muss sich ggfls. andere Zielorte für seine Reisen suchen oder zu Ostern 2020 ganz darauf verzichten.


Auch ich bitte Sie / Euch, das Kontaktverbot trotzdem weiterhin einzuhalten und soweit wie möglich zu Hause zu bleiben, um nicht die ersten Erfolge zu riskieren.


Ich bedanke mich bei Ihnen / Euch für die bisherige Einsicht und das vorbildliche Verhalten, denn nur gemeinsamt konnten wir erste Erfolge gegen den Corona-Virus erzielen.


Im Namen des Rates der Stadt Wittmund, dem gesamten Verwaltungs-Team und auch persönlich wünsche ich Ihnen / Euch und Ihren / Euren Familien trotz der Einschränkungen schöne Ostertage.


Wir können das. Wir sind Wittmund.


Herzlichst
Ihr / Euer
Rolf Claußen

Corona-Zwischenbericht - Stand: 03.04.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Coroana-Krise hat uns weiterhin fest im Griff. Dennoch möchte ich Sie / Euch heute mit einem ersten Zwischenbericht zum Umgang mit der Kriste im Landkreis Wittmund informieren.

Gestern Morgen durfte ich als einer der Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden an einer Lagebesprechung der Koordinierungsgruppe im Kistenstab des Landkreises Wittmund teilnehmen un mich von deren Arbeit überzeugen.

Ich kann für die Städte und Gemeinden bestätigen, dass die Koordinierungsgruppe, allen voran Landrat Holger Heymann, ein hervorragendes Krisenmanagement betreibt. Sämtliche verantwortliche Führungskräfte der erforderlichen Kompetenzbereiche sitzen täglich in
Lagebesprechungen zusammen und koordinieren bzw. organisieren die erforderlichen Maßnahmen mit hoher fachlicher Kompetenz und der dafür erforderlichen Unaufgeregtheit und Sachlichkeit.

Wir Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden tauschen uns mindestens zweimal wöchentlich in Telefonkonferenzen mit Landrat Holger Heymann und seinem Krisenstab aus.

Hier werden sämtliche gemeindlichen Fragen und Sachverhalte thematisiert, diskutiert und mit kreisweit einheitlichen Lösungen versehen. Dadurch ist sichergestellt, dass in allen Städten und Gemeinden eine einheitliche Vorgehensweise stattfindet, die für die Bürgerinnen und Bürger Sicherheit und Verlässlichkeit bedeutet. Kommuniziert wird durch Landrat Holger Heymann höchstpersönlich.

Dies in Form von regelmäßigen Videobotschaften zum aktuellen Lagebericht sowie Empfehlungen und einzuhaltende Verhaltensregeln. Darüber hinaus in kreisweit abgestimmten Pressemitteilungen, aber auch den rechtlich bindenden Allgemeinverfügungen.

Abgerundet wird diese Kommunikation durch das landkreisweite Bürger-telefon mit der Telefonnummer 0 44 62 / 86 7000, wo der Bürger auf kompetente Ansprechpartner trifft, die verlässliche, weil einheitliche Aussagen machen.

Insofern gilt der erste Dank der Koordinierungsgruppe und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bürgertelefons für das ausgezeichnete Krisenmanagement.

Eng eingebunden - weil eine wesentliche Rolle spielend - ist unser Kreiskrankenhaus Wittmund, was sich auch in Krisenzeiten hervorragend aufgestellt zeigt. Nicht nur, dass es auf die aktuelle Krisensituation mit kurzer Reaktionszeit flexibel agiert, sondern darüber hinaus auch in dieser Situation die erforderlichen fachlichen Kompetenzen und Sachmittel bereithält.

Der Dank gilt hier nicht nur dem Geschäftsführer Ralf Benninghoff und dem ärztlichen Direktor Dr. Hagen Behnke, sondern insbesondere dem gesamten Krankenhaus- und Pflege-Team für die hohe Fachlichkeit gepaart mit ostfriesischer Menschlichkeit.

Ebenfalls eine besondere Bedeutung kommt unserem Polizeikommissariat mit seinen Stationen im Landkreis Wittmund zu. Wobei sich Polizeirat Lars Zengler bereits gleich zu Beginn seiner neuen Tätigkeit als sehr führungsstark erweist. Insbesondere die Einhaltung der Allgemeinverfügungen des Landkreises Wittmund sind in ordnungsrechtlicher Hinsicht durch die Polizei sicherzustellen, welche sich durch eine starke Präsenz in der Öffentlichkeit auszeichnet. Dabei ist es das Vorgehen mit Augenmaß aber dennoch der erforderlichen Konsequenz für das den Polizeibeamtinnen und -beamten unser aller Dank gebührt.

Ebenso eine besondere Bedeutung kommt dem hiesigen Einzelhandel als auch den Marktbeschickern auf unseren Wochenmärkten zu. Die hohe Kundenfrequenz bedingt ein erhöhtes Risikopotential, gleichzeitig wird unter diesen erschwerten Bedingungen weiterhin die gesamte Grundversorgung in den Städten und Gemeinden des Landkreises sichergestellt. Dies ist in-sofern gar nicht hoch genug anzurechnen, da es den Bürgerinnen und Bürgern die grundlegende Sicherheit gibt auch weiterhin mit allen Dingen des täglichen Bedarfs versorgt zu sein. Deshalb auch hier erneut die Bitte von Hamsterkäufen abzusehen, den stationären Einzelhandel weiterhin zu unterstützen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dies mit dem ihnen gebührenden Dank und Anerkennung zu würdigen.

Diese Krise macht deutlich, dass unter anderem der Einzelhandel und auch die Pflegeberufe eine hohe Systemrelevanz aufweisen. Diese neu gewonnene Wertschätzung sollte Anlass genug sein, diesen Berufen nunmehr auch die längst überfällige, angemessene Bezahlung zukommen zu lassen.

Mein letzter Dank gilt Ihnen und Euch liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger für das vorbildliche weil disziplinierte Verhalten in dieser für uns alle schwierigen Zeit. Trotz Abstandsgebot ist die Gesellschaft zusammengerückt. In der Vergangenheit diskutierte Wohlstandsprobleme sind in den Hintergrund geraten, der Blick für das Wesentliche wurde maßgeblich geschärft. Interes-sengemeinschaften bilden sich, man steht zusammen und ist in der Gemeinschaft entschlossen, diese Krise nicht nur zu überstehen, sondern als Gesellschaft gestärkt aus ihr hervorzugehen.

Es ist abschließend festzustellen, dass sich die Landkreise und kreisfreien Städte aktuell in einem bisher noch nicht dagewesenen Stress-Test befinden. Hierbei kann festgestellt werden, dass der Landkreis Wittmund bisher als krisenfest überzeugt. Im Wesentlichen ist es hier das hervorragend funktionierende Netzwerk in einem Landkreis der kurzen Wege, der sich durch ein hohes Grundverständnis der Akteure untereinander auszeichnet und die uneingeschränkte Bereitschaft zur Zusammenarbeit als wesentlichem Erfolgsfaktor beinhaltet.

Deshalb mein erstes Zwischenfazit:

Wir können das! Denn wir gemeinsam, wir sind der Landkreis Wittmund!

Herzlichst

Ihr / Euer
Rolf Claußen

Neue Maßnahmen zur Verlangsamung des Coronavirus - Stand: 22.03.2020

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

soeben hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bevölkerung zu "Verzicht und Opfern" im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus aufgerufen.

Bund und Länder einigten sich darauf, Treffen von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit zu verbieten.

Schließen müssen alle Restaurants und Friseure.

Die mit den Ministerpräsidenten beschlossenen Maßnahmen seien dabei "keine Empfehlungen, sondern Regeln", so Angela Merkel.

Wörtlich heißt es: "Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet."

Ausnahmen gibt es also für Familien.

Das genannte Kontaktverbot gilt ab Montag (23. März) - und für mindestens zwei Wochen.

Die Beschlüsse im Einzelnen:

1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.

2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter 1. genannten Personen ein Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.

4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.

6. Gastronomie-Betriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.

7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.

8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.

9. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

Letztlich müssen diese Kernpunkte noch in fachaufsichtliche Weisungen durch das Land Niedersachsen aufgenommen werden.

Sie bilden das Grundgerüst für die Allgemeinverfügung des Landkreises Wittmund. Durch diese Verfügung des Landkreises Wittmund werden die Regelungen unter anderem auch für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet Wittmund bindend.

Sobald mir diese Allgemeinverfügung vom Landkreis Wittmund vorliegt, werde ich sie auf dieser Seite online stellen.

Herzlichst
Ihr/Euer
Rolf Claußen

COVID-19 Aktuelle Informationen

Informationen zum neuartigen Coronavirus

Der Landkreis Wittmund hat ein Bürgertelefon zu Fragen rund um das Thema "Coronavirus" eingerichtet. Unter der Rufnummer 04462/86 7000  (Mo. bis Do. von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr sowie von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Fr. von 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Sa. und So. von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr) geben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Antworten zu häufig gestellten Fragen.

Weitere Informationen finden Sie auch unter: 

http://corona.landkreis-wittmund.de/

 Unter der bundesweiten Notrufnummer 116117 gibt es ebenfalls Informationen zum Thema Corona sowie online unter www.nlga.niedersachsen.de und www.rki.de

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt hat zum Coronavirus ein Merkblatt für Bürgerinnen und Bürger herausgegeben, welches Sie hier einsehen können:

-> Merkblatt Neuartiges Coronavirus: Empfehlungen für Bürgerinnen und Bürger [PDF]

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Hygienetipps herausgegeben, die Sie hier nachlesen können:

-> Hygienetipps des BZgA

 

Bleiben Sie gesund!

Aktuelle Information
10 wichtige Hygienetipps