Hannover 96 möchte mit Wittmund stabile Partnerschaft aufbauen
Der Fußball-Bundesligist Hannover 96 möchte mit der Stadt Wittmund, den Fußballvereinen der Stadt und der Alexander-von-Humboldt-Schule eine stabile Partnerschaft aufbauen. 96-Präsident Martin Kind, Sportdirektor Christian Hochstätter, Jürgen Holletzek (96-Fußballschule) und 96-Profi Sergio Pinto kamen am 21.05.2008 zum Gegenbesuch in die Kreisstadt. Bürgermeister Rolf Claußen hatte neben den Initiatoren der Partnerschaft Vertreter des Wittmunder Fußballclubs und Landtagspräsident Hermann Dinkla eingeladen. Die gemeinsame Zeit nutzten die Beteiligten, um erste Projekte zu besprechen. Das Foto zeigt die Gruppen auf dem Balkon des Rathauses. Anschließend ging’s zur kleinen Schiffstour nach Harlesiel.
Der Ball rollt, die Partnerschaft des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 und der Stadt Wittmund mit ihren Fußballvereinen wird konkret. Am 21.05.2008 kamen 96-Präsident Martin Kind, Sportdirektor Christian Hochstätter, Jürgen Holletzek, Leiter der 96-Fußballschule, und der Profi Sergio Pinto zu einem dreistündigen Gegenbesuch in die Kreisstadt, nachdem Anfang Februar eine Wittmunder Delegeation zum Bundesligaspiel 96 gegen den Karlsruher SC gereist war. Neben Vertretern Wittmunder Fußballclubs waren unter anderem Landtagspräsident Hermann Dinkla und der Initiator der Partnerschaft, der Wittmunder Schüler Christoph Heimann, Teilnehmer des Treffens.
Dem offiziellen Empfang mit Eintrag ins goldene Buch folgte eine Fahrt im Oldtimer-Bus der Firma Janssen nach Harlesiel. Nach kurzer Schiffsreise mit dem Museumsschiff „Gebrüder“ kehrte die Gruppe ins Kapitänshaus des Deutschen Sielhafenmuseums ein. Hier war Gelegenheit, über erste Projekte zu sprechen, mit denen die Partnerschaft auf eine stabile Basis gestellt werden soll. „Wir wollen keine einmalige Aktion mit Wittmund, sondern etwas Längerfristiges“, machte Präsident Martin Kind deutlich. Eine Partnerschaft mache nur Sinn, wenn sie lebe.
Bürgermeister Rolf Claußen, die Vereinsvertreter und auch Eberhard Schmidt als Mitglied der Schulleitung der KGS Wittmund, freuten sich über das große Interesse seitens der Hannoveraner. Ingo Janßen, Vorsitzender des SV Wittmund, regte an, dass sich kurzfristig Vertreter aller Wittmunder Fußballclubs an einen Tisch setzen, um für 96 Ansprechpartner zu benennen. Es geht darum, für 2009 einen Termin mit der 96-Fußballschule zu vereinbaren. Gerne, sagte Jürgen Holletzek zu, komme er bei Bedarf auch noch einmal zur Vorbesprechung nach Wittmund. 96-Sportdirektor Hochstätter bot darüber hinaus Trainerschulungen sowohl in Hannover als auch Seminare in Wittmund an. Gute Aussichten auf Erfolg hat auch die Perspektive, die KGS Wittmund als 96-Partnerschule zu begleiten und zu fördern.
Angesichts der geballten Fußball-Prominenz verfolgte Ideengeber Christoph Heimann die Gespräche eher zurückhaltend, aber zugleich sehr zufrieden. 96-Fan Christoph, gebürtiger Hannoveraner, hatte im Herbst 2007 bemerkt, dass nicht nur sein, sondern alle in Wittmund ausgestellten Personalausweise mit „1896“ beginnen – dem Gründungsjahr des Bundesligisten. Die Idee war geboren. Die Harlinger-Redaktion ergriff die Initiative und brachte Stadt und 96 zusammen. Schon nach der Sommerpause soll es ein weiteres Treffen geben – zum Saisonauftakt in Hannover. Vom Programm in Wittmund und Carolinensiel – hier informierte Museumsdirektor Manfred Sell über Besonderheiten – zeigten sich die Gäste beeindruckt. 96-Präsident Kind: „Wir sind heute sehr gerne nach Wittmund gekommen. Wir freuen uns auf eine gute Partnerschaft und nachhaltige Zusammenarbeit.“
Text: Anzeiger für Harlingerland