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10.11.2011 - Unternehmerfrühstück in Barleben

26. Unternehmerfrühstück der Gemeinde Barleben

 

Am 28. Oktober trafen sich wieder zahlreiche Unternehmer der Region um Barleben zum gemeinsamen Meinungsaustausch und zur Kontaktpflege, neudeutsch: Netzwerken. Die Steuerberatung Nährlich aus Barleben war Gastgeber des 26. Unternehmerfrühstücks und lud die Teilnehmer in die Aula der Sekundarschule Barleben ein.

Traditionell eröffnet der Bürgermeister der Gemeinde Barleben, Franz-Ulrich Keindorff, die Unternehmerrunde, so auch in dieser Veranstaltung. Dieses Mal stand allerdings ein besonderer Punkt auf dem Ablaufplan, denn zu Gast war eine Delegation aus der Partnergemeinde Wittmund. Neben dem Bürgermeister der Stadt Wittmund, Rolf Claußen und dem Wirtschaftsförderer der Region um Wittmund, Detlef Greek, war auch der langjährige Barlebenbeauftragte Günter Hille dabei. Über die Tatsache hinweg, dass die Anwesenheit der Wittmunder ein erneuter Beweis für gelebte Partnerschaft ist, war es für Günter Hille der 100. Besuch in Barleben. Dieses besondere Ereignis nahm Herr Keindorff zum Anlass, ihm für sein außergewöhnliches Engagement zu danken und übergab Herrn Hille als Anerkennung eine Urkunde und einen mit seinem Namen gravierten Tischaufsteller. Anschließend galt die Aufmerksamkeit dem Gastgeber Axel Nährlich.

In seiner Begrüßung hob dieser hervor, dass sich jeder, ob Unternehmer oder Privatperson, Gedanken über die eigene Finanzplanung machen sollte. Er erlebe es häufig, dass Menschen in Steuerfallen tappen und so in eine schwierige, jedoch vermeidbare Schieflage geraten. Der Diplomkaufmann beschäftigt sich seit 17 Jahren mit dem deutschen Steuerrecht und rät immer wieder zu vorbeugenden Maßnahmen wie der Beratung durch einen Fachmann.

Nach der Vorstellung seines Aufgabengebietes übergab Herr Nährlich das Wort an Herrn Uwe Zischkale von der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH). Der diplomierte Ingenieur beschäftigt sich seit Jahren mit der Entwicklung von Maßnahmen und Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und berät unter anderem die Gemeinde Barleben. In seinem Vortrag stellte Herr Zischkale das Klimaschutzkonzept der Gemeinde vor. Anlass für dieses Klimaschutzkonzept war die Frage: Wie kann sich eine Kommune aufstellen, um Klimaschutzstrategien umzusetzen und die nachhaltige Energieversorgung vorantreiben? Das durch die Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) unter Federführung von Herrn Zischkale erstellte Klimaschutzkonzept zielt darauf ab, die Gemeinde Barleben in den kommenden Jahren zu einer Kommune mit regenerativer Energieversorgung zu entwickeln. Wichtiger Bestandteil der Analyse ist ein Stadtentwicklungskonzept unter Berücksichtigung aller Bereiche einer Kommune, wie Kultur, Sport, Städtebau und der sozialen Infrastruktur. Beispielsweise wird eine Vielzahl von Gebäuden in der Einheitsgemeinde auf ihre Energieeffizienz untersucht. Ziel ist die Entwicklung eines Klimaschutzleitzieles für die Gemeinde Barleben, das sowohl die Kommune als auch die Unternehmen und Bürger mittragen. Die Gemeinde Barleben will damit ihren Teil dazu beitragen, dass die globalen Ziele der Europäischen Union und der Bundesregierung zur Steigerung der Energieeffizienz und des Ausbaus erneuerbarer Energien bis 2020 bzw. 2050 vollständig umgesetzt werden. „Es ist nicht nur zeitgemäß, sich auch als Kommune an der Umsetzung der weltweiten Klimaschutzziele zu beteiligen. Es ist vor allem ein wichtiges und notwendiges Zeichen ein Energiesparkonzept zu haben, um einem späteren Förderer wie der Europäischen Union zu signalisieren, sieh her, wir tun etwas“, so Dipl.-Ing. Uwe Zischkale.

An die Vorstellung des Klimaschutzkonzeptes der Gemeinde Barleben reite sich der Vortrag des Geschäftsführers des Wirtschaftsförderkreises Harlingerland e.V., Detlef Greek. Das Harlingerland ist die Region um Wittmund und Wittmund ist ja bekanntlich die Partnerstadt der Gemeinde Barleben.  Herr Greek stellte den Teilnehmern des Unternehmerfrühstücks die Wirtschaftsstrukturen um Wittmund vor und hob dabei besonders die geografische Lage von Wittmund hervor. „Wittmund profitiert davon, sich zwischen den zwei wirtschaftlich starken Ballungszentren Emden und Wilhelmshaven zu befinden. Wittmund hat mit knapp 6 Prozent eine ebenso geringe Arbeitslosenquote wie Barleben“, sagte Herr Greek. Aber auch Wittmund beschäftigt sich zunehmend mit der Herausforderung des demografischen Wandels. Dabei liegt die Konzentration auf dem Wettbewerb um junge Familien. „Wir wollen, dass der junge, gut ausgebildete Ingenieur, der in Emden oder Wilhelmshaven arbeitet, mit seiner Familie bei uns wohnt und hier sein Geld ausgibt. Dahin gehen unsere Anstrengungen“, erklärte der Wirtschaftsförderer.

Den Abschluss des offiziellen Teils machte Dr. Detlev Thormeyer. Der Geschäftsführer der WGP Werkzeugbau GmbH in Wernigerode und Vorsitzender des Fördervereins der Sekundarschule Barleben nutzte die Gelegenheit vor den Unternehmern zu sprechen, um die Aufgaben des Fördervereins zu schildern. Im Vordergrund steht die Unterstützung der strategischen Entwicklung der Schule. Die Sekundarschule arbeitet eng mit den regional ansässigen Unternehmen zusammen. Zum einen, um den hohen Praxisanteil des Lehrplanes umsetzten zu können und zum anderen, um durch etwaige Vermittlung von Ausbildungsplätzen die regionale Verbundenheit der Schüler weiter zu fördern. „Das ist unser Beitrag, um dem demografischen Wandel in Barleben entgegenzuwirken“, sagte Dr. Thormeyer bezugnehmend auf die Thematik seines Vorredners.

Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff bedankte sich abschließend bei allen Referenten und für die rege Teilnahme der Unternehmer und gab an dieser Stelle gleich den nächsten Termin für das folgende Unternehmerfrühstück bekannt. Am 27. Januar 2012 findet das 27. Unternehmerfrühstück der Gemeinde Barleben statt.