anmelden      
Jagdgeschwader 71 "Richthofen"

Serenade zum 100. Todestag Richthofens

Hommage an besten Piloten aller Zeiten

Der „Richthofen-Spirit“ lebt. Das wurde am Sonnabend anlässlich der feierlichen Serenade, zu der das Geschwader und die Traditionsgemeinschaft auf den Marktplatz der Stadt Wittmund eingeladen hatten, beim Gedenken zum 100. Todestag des Rittmeisters Manfred Freiherr von Richthofen deutlich. „Wir sind hier zusammengekommen, um Richthofen ehrend zu gedenken“, erklärte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner. Er dankte der Garnisonstadt Wittmund, der Heimat des Traditionsgeschwaders Richthofen unserer Zeit, „dies hier – quasi in der guten Stube der Stadt – öffentlich tun zu dürfen“. Traditionen seien auch in einer modernen Luftwaffe unverzichtbar. Die Serenade ist eine Hommage an den besten Piloten aller Zeiten.

Generalleutnant Karl Müllner hieß zur Serenade auf dem Wittmunder Marktplatz neben vielen Ehrengästen und Soldaten auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Stadt willkommen.

Ganz besonders begrüßte er die Familie Richthofen. „Ich bin sehr dankbar, das Sie ihre Verbundenheit zu unserer Luftwaffe durch engen Kontakt zum Richthofen-Geschwader unverändert zum Ausdruck bringen.“

Richthofen, Sieger in 80 Luftkämpfen und Kommandeur des Jagdgeschwaders I, wurde am 21. April 1918 bei einem Kriegsflug durch Beschuss vom Boden aus schwer verwundet. Zwar konnte er seinen roten Dreidecker noch landen, erlag dann aber seiner Verletzung. Auch als Gegner hoch geachtet und respektiert wurden Richthofen von Truppen der Entente mit militärischen Ehren in Frankreich bestattet. „In Trauer gedenken wir Manfred von Richthofen und mit ihm allen Opfern des Ersten Weltkrieges auf beiden Seiten“, betonte der Inspekteur der Luftwaffe. Traditionen seien auch in einer modernen Luftwaffe von heute unverzichtbar. „Sie sind für uns Soldaten als identifikationsstiftende Kraft wichtig“, erklärte der Generalleutnant die Bedeutung Richthofens für die Luftwaffe als Ganzes.

„Die heutigen Feierlichkeiten seien schon etwas ganz Besonderes“, sagte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen und verwies mit Blick auf seine 15-gliedrige Amtskette auf die enge Verbundenheit der Stadt mit dem Geschwader: „14 Glieder stehen für unsere Ortsteile. Das 15. Glied steht für unser Geschwader.“

„Seit auf den Tag genau 57 Jahren trägt dieses Geschwader stolz den Namen ,Richthofen‘“, sagte Oberstleutnant Kai Ohlemacher als Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 71 „Richthofen“ beim abschließenden Empfang der geladenen Gäste in der Residenz. „Ihr Erscheinen zeigt Ihre Verbundenheit mit dem Geschwader, die Verbundenheit mit seinem Namensgeber und der damit gelebten Tradition.“ Dass die Verbundenheit auch Richtung Stadt gelebt wird, bewies er mit der Übergabe zweier neuer Ortseingangsschilder für die „abhandengekommenen“ an Rolf Claußen. Dass zwei dieser Schilder entwendet wurden, auch das gehöre zum „Richthofen-Spirit“.

Text: Anzeiger für Harlingerland