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Kindergartenneubau

Planungen für Kindergartenneubau laufen an

Sowohl Robert-Koch-Straße als auch Goethestraße werden ersetzt

Die Ansprüche, die heutzutage an eine Kindertagesstätte gestellt werden, haben nichts mehr gemein mit den Kindergärten, die vor mehr als 40 Jahren errichtet worden sind. Das weiß auch die Stadt Wittmund. „Für uns hängt vom künftigen Konzept auch die Betriebserlaubnis ab“, erklärte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen. Die Kommunalpolitiker wurden jetzt im Fachausschuss über den Neubau zweier Kindergärten in der Stadt informiert.

Sowohl die Einrichtung Goethestraße als auch Robert-Koch-Straße sollen neu gebaut werden. Anfängliche Überlegungen, die beiden Tagesstätten in einem gemeinsamen Haus unterzubringen, sind verworfen worden, wie Claußen mitteilte. „Die Kindergärten würden dann mit fast 200 Mädchen und Jungen einfach zu groß, zudem wollen wir eine wohnortnahe Betreuung in der Stadt mit zwei Standorten weiter sicherstellen“, so der Amtschef.

Zusammen mit den pädagogischen Leiterinnen, dem Landesjugendamt und der Stadt wurde ein Konzept für die Einrichtungen erarbeitet, in dem der Ist-Zustand bewertet und die Planungen vorgestellt wurden. 85 Kinder, davon 18 aus der Hortgruppe, werden in der Einrichtung Goethestraße, die in der Trägerschaft der evangelischen Kirche liegt, betreut. Gebaut wurde das Haus 1953, eine Erweiterung erfolgte 2001. Auf fast 400 Quadratmetern sind in dem Haus die Gruppenräume, die sanitären Anlagen, die Küche und der Bewegungsraum untergebracht.

Ähnlich sieht es in der Robert-Koch-Straße, Träger ist die Stadt selbst, aus. Hier stehen 370 Quadratmeter zur Verfügung. 76 Mädchen und Jungen werden hier betreut. Gebaut wurde dieses Gebäude 1973. 20 Jahre später wurde es um Gruppen- und Nebenräume erweitert.

Auf Empfehlung des Landesjugendamtes sollten die Gruppenräume heute mindestens 54 Quadratmeter groß sein. Pro Kind im Außenbereich wird mit zwölf Quadratmetern gerechnet. Separate Toiletten für Mitarbeiter und Kinder, eine ausreichende Küche mit Mensa, Räume zum Schlafen und Ruhen für die Kleinen, Zimmer für Bewegung und Mehrzweck sowie ein Raum für den Hausmeister sollten in einer neuen Einrichtung geschaffen werden.

„Die Kosten der Neubauten können wir derzeit noch nicht beziffern“, erklärte Claußen. In den Haushalt für das kommende Jahr wurden 10 000 Euro für die Planungen eingestellt. Wenn diese vor Ablauf 2019 abgeschlossen sind, könnte über einen Nachtragshaushalt mit der Finanzierung begonnen werden. „Ich denke in 2020 werden wir mit dem Neubau beginnen“, so der Bürgermeister.

Da die bauliche Situation des Kindergartens Goethestraße als bedenklicher einzuordnen ist, schlägt die Verwaltung vor, zuerst diesen zu ersetzen und im Anschluss die Einrichtung Robert-Koch-Straße neu zu bauen. „Entsprechende Grundstücke müssen wir noch suchen“, sagte Rolf Claußen.

Text: Anzeiger für Harlingerland