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Programm für Spielzeit 2019/20

Vielfältiges Programm für Spielzeit zusammengestellt

Klassiker, zeitgenössische Stücke und gepflegte Unterhaltung der Landesbühne in Wittmund

„Cabaret“, „Die Mausefalle“, „Mutter Courage und ihre Kinder“ und „Fabian“ – das ist das Ergebnis der Zuschauerbefragung für die Spielzeit 2019/2020 der Landesbühne Wilhelmshaven in Wittmund. Zusammen mit einer Abordnung von Vertretern des kulturellen Lebens der Stadt und Vertretern der Stadtverwaltung ergänzte Olaf Strieb, Intendant der Landesbühne, am Dienstag diese vier Stücke auf insgesamt acht für die kommende Saison, die die Landesbühne in der Aula der Alexander-von-Humboldt- Schule an der Brandenburger Straße spielen wird.

Drei Säulen bestimmen das Programm der Landesbühne Wilhelmshaven: Klassiker, zeitgenössisch-moderne Stücke sowie die anspruchsvolle und gepflegte Unterhaltung. Die Zuschauer wählten das Musical „Cabaret“ auf Platz eins. Der Welterfolg entführt die Zuschauer in die Goldenen Zwanziger und bietet besten Swing, verruchte Erotik und Ohrwürmer wie „Willkommen“ und „Life Is A Cabaret“. Auf Platz zwei landete Agatha Christies berühmtester Bühnenkrimi „Die Mausefalle“. Mörderischer Spaß ist garantiert. Eine der faszinierendsten Frauenfiguren des Theaters wurde auf Platz drei gewählt: Eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg wird mit Bertolt Brechts Klassiker „Mutter Courage und ihre Kinder“ auf die Bühne gebracht. Platz vier: Mit Erich Kästners „Fabian“ wird eine Romanvorlage zum Theaterstück. Die Geschichte des Moralisten Jakob Fabian erzählt vom tragischen Scheitern eines Menschen, der an der Welt und seinen eigenen Ansprüchen zerbricht. Der Roman ist im kommenden Schuljahr Abiturstoff.

Um eine bunte Mischung aller Kategorien zu erhalten und das Wittmunder Programm optimal und vielfältig zu gestalten, wurde der Wittmunder Spielplan um folgende Theaterstücke erweitert: In Friedrich Schillers „Die Jungfrau von Orléans“ geht es um die 17-jährige Johanna, die vor über 600 Jahren im Hundertjährigen Krieg das französische Heer gegen die Engländer anführte, schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde und als Heldin in die europäische Geschichte einging. Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“ ist eine bitterböse Konversationskomödie, die die Gepflogenheiten und Sitten der gutbürgerlichen Bildungsschicht als bissige Boulevardsatire gekonnt entlarvt. Der Klassiker der Verwechslungskomödien „Amphitryon“ von Heinrich von Kleist handelt von Sein und Schein, Realität und Wahn. Eine Uraufführung erwartet das Publikum mit „Und in der Ferne Jerusalem“. Lothar Trolle bekam den Stückauftrag der Landesbühne. Der Berliner Autor wird sich mit dem Alten Testament auseinandersetzen und in die archetypischen Geschichten um Liebe, Naturgewalten, Mord und Totschlag eintauchen, um die Geschichten humorvoll in die Gegenwart zu überführen.

Die Stücke der Landesbühne beginnen in Wittmund weiterhin um 19.30 Uhr. 170 Abonnenten schauen regelmäßig die Aufführungen. Barbara Weber, Vorsitzende des Kulturrings, organisiert Fahrgemeinschaften nach Wilhelmshaven, um Stücke, die nicht in Wittmund gespielt werden, dort am Haupthaus gucken zu können.

Text: Anzeiger für Harlingerland