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Polderbau der Sielacht

Polderbau ist die richtige Entscheidung

Sielacht wappnet sich gegen Hochwasser

Die ersten Überlegungen, an der Umgehungsstraße in Mosewarfen einen Polder zu bauen, hatte die Sielacht vor zehn Jahren. Seit zwei Jahren nun laufen die Arbeiten an dem 20 Hektar großen Gebiet auf Hochtouren.

„Es war genau die richtige Entscheidung, das zeigt sich bei den Niederschlägen, die wir im vergangenen Jahr hatten“, erklärte der Geschäftsführer der Sielacht, Johann Schildt. Denn 2017 kamen 1250 Liter Wasser auf den Quadratmeter runter. Das sind 50 Prozent mehr als in 2016. Überschüssiges Wasser wird sich künftig im Polder sammeln.

Es hat gut zwei Jahre gedauert, aber nun sollen im Mai die Arbeiten am Polder in Mosewarfen abgeschlossen werden, wie Johann Schildt, Geschäftsführer der Sielacht Wittmund berichtet. Nördlich der Umgehungsstraße in Richtung Gewerbegebiet in Wittmund laufen die Arbeiten auf Hochtouren, auch wenn es von der Straße aus nicht immer zu sehen ist.

Die Sielacht baut einen Hochwasserschutzpolder auf der 20 Hektar großen Fläche, in der 17 Hektar Wasserfläche integriert sind. Was gut ist für die Entwässerung, reißt ein Loch in die Haushaltskasse der Sielacht. Die Maßnahme in Mosewarfen schlägt mit 2,5 Millionen Euro verteilt auf mehrere Jahre zu Buche. „Aber wir erhalten 70 Prozent Fördermittel“, so Schildt. 1,5 Millionen Euro sind bereits auf dem Konto der Sielacht eingegangen. Auf der Sitzung am Dienstag berichtete Schildt auch von den Beiträgen, die mit 15,50 Euro pro Hektar konstant bleiben.

Bei dem Hochwasserschutzpolder sind derzeit die Deiche fertiggestellt. Der Regen im vergangenen Jahr habe zwar zu Verzögerungen geführt, aber, so Schildt, man liege dennoch voll im Zeitplan. Die vorbereitenden Maßnahmen für die Einlaufbauwerke sind abgeschlossen. „Die Pumpen liegen fertig beim Hersteller, sie müssen nur noch eingebaut werden“, so der Sielacht-Geschäftsführer.

Das Einzugsgebiet der Harle am Polder beträgt etwa 87 Quadratkilometer. Damit die Hochwasserspitze an der Harle entlastet wird, wird das am Polder geplante Schöpfwerk auf die Dauer eines 48-Stunden-Hochwasserereignisses ausgelegt, so Schildt. „Die beiden Pumpen können 3000 Liter in der Sekunde abpumpen“, erklärt der Rendant der Sielacht.

Text: Anzeiger für Harlingerland