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Sanierung Turnhalle der Finkenburgschule

Einweihung der sanierten Turnhalle der Finkenburg-Grundschule

Bürgermeister Claußen: „Wi sünd best tofree“

„Es gibt eine Zeit des Bauens, aber auch des Dankens“, sagte Reinhard Rommel, Leiter der Finkenburg-Grundschule Wittmund. Er nahm eine kleine Feierstunde zur Übergabe der sanierten Turnhalle zum Anlass, sich bei Politik, Verwaltung und den ausführenden Baufirmen für die reibungslosen Sanierungsarbeiten an der Halle zu bedanken.

„Es hätte besser nicht laufen können“, so Rommel, der vor allem auch dem Bauleiter Bernd Janzen ein großes Lob aussprach, denn der Architekt des Büros Ubben/Ihnken/Ufken stand in diesem Sommer auch vor einer großen Herausforderung, liefen die umfangreichen Arbeiten an der Halle doch im laufenden Schulbetrieb. Dadurch mussten alle Handwerker besonders vorsichtig sein und stets die Schüler, zum Beispiel bei Anlieferungen, im Auge behalten. „Wir sind wirklich sehr glücklich, dass alles so reibungslos gelaufen ist“, lobte der Schulleiter. Das Geld, unterstrich, Rommel, sei gut investiert.

Das betonte auch Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen. Denn für den städtischen Haushalt bedeutet das Turnhallenprogramm, doch tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Nach den Sanierungen der Hallen in Leerhafe, 2015, und Burhafe im vergangenen Jahr, war 2017 nun die Wittmunder Turnhalle an der Reihe. „Damit ist das Programm noch nicht abgeschlossen. Aller guten Dinge sind vier und so steht nächstes Jahr noch die Sanierung der Turnhalle Ardorf auf dem Programm“, erklärte Claußen. Jeweils 800 000 Euro wurden in die entsprechenden Haushaltsatzungen eingestellt – insgesamt also 3,2 Millionen Euro.

Langfristig würde sich das Geld aber bezahlt machen, denn schon jetzt hat die Stadt einen Überblick über die Energiekosten und die werden, so Claußen, um 70 Prozent nach der Sanierung eingespart werden. Davon abgesehen sei die Sanierung dringend abzuarbeiten gewesen. „Wenn man sich in die Zeit von früher hineinversetzen wollte, brauchte man nur in diese Halle zu kommen“, kramte der 52-jährige Verwaltungschef in seinen eigenen Erinnerungen. „Nun sünd wi best tofree.“

Die Arbeiten, die Halle wurde komplett entkernt, wurden eng mit den Nutzern, also mit der Schulleitung, den Lehrern, aber auch mit den Vereinen wie MTV und SV Wittmund abgestimmt. Schließlich galt es am Ende allen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Nach den Sommerferien am 1. August starteten die Arbeiten. „Viele Bürger dachten, die Halle würde komplett abgerissen“, sagte Bauamtsleiter Joachim Wulf. Zusammen mit Klaus Ulferts vom Bauamt wurden die Umbauten eng begleitet. „Es ist wirklich eine Punktlandung“, betonte Wulf – sowohl finanziell als auch im Zeitrahmen. Die Arbeiten wurden am 30. November abgeschlossen.

Nicht nur das Dach der insgesamt 700 Quadratmeter großen Halle wurde erneuert. Auch alle Ver- und Entsorgungsleitungen und die Fenster wurden ausgetauscht. Die Heizung blieb, sie war erst sechs Jahre alt. Deckenbeleuchtung, ein neuer Schwingboden und die Sanitäranlagen wurden eingebaut. 20 Firmen waren an den Arbeiten beteiligt. „Und alle haben ihr Bestes gegeben. Das zeigt, wie vielfältig und leistungsstark unsre Handwerksbetreibe sind“, lobte Claußen.

Die Kinder dankten allen Anwesenden, darunter viele Ratsmitglieder, für die neue Halle mit kleinen Aufführungen.

Text: Anzeiger für Harlingerland